Exkursion der Mondkinder zur Gärtnerei Fink
Exkursion der Mondkinder zu der Gärtnerei Fink, im Holderstock 8, in Großbottwar um den Beruf des Gärtners kennenzulernen!
Am Donnerstag, den 16. Juli 2026 unternahm die Mondgruppe des Kindergartens Hegelstraße eine Exkursion zur Gärtnerei Fink in Großbottwar. Ziel des Ausfluges war es, den Kindern einen Einblick in den Beruf des Gärtners zu ermöglichen, da der FSJ ler Mathis Steinmetz, bald verabschiedet wird und den Kindergarten verlässt um den Beruf des Gärtners zu erlernen. Den Weg einer Pflanze vom Samen bis zur blühenden Blume kennenzulernen sowie den respektvollen Umgang mit der Natur und den Menschen, die dort arbeiten, zu erleben und um die Kinder das gewählte Berufsbild von ihrem FSJler nahezubringen, war das Ziel des Ausfluges.
Bereits der Weg zur Gärtnerei war Teil unseres gemeinsamen Erlebnisses. Wir versuchten die Blumen am Wegesrand zu identifizieren und nahmen auch manche mit um zu fragen, wie sie heißen. Wir stellten heute fest, es blüht überall mit den unterschiedlichen Blüten, sogar am Bach an der Brücke und die Frage stellte sich uns: Warum wachsen Blumen in einem Schacht? Wie kommen sie dort hin? Jetzt war der Moment gekommen den Kindern zu erklären, dass der Wind und die Tiere durch den Kot oder das Fell Samenverbreiter sind- und alle staunten über diese Tatsache! Auf halber Strecke machten wir einen Halt auf dem großen Stadtmauer-Spielplatz. Dort konnten die Kinder ihr mitgebrachte Vesper essen, sich austoben um im Anschluss die Gärtnerei ruhig zu erkunden. Vor dem Loslaufen besprachen wir nochmals die wichtigsten Regeln für einen Ausflug zu einem Betrieb: zusammenbleiben, aufmerksam zuhören, Rücksicht auf andere nehmen, nichts ohne Erlaubnis anfassen und die Arbeit der Mitarbeitenden respektieren.
Pünktlich um 10.00 Uhr wurden wir von Herrn Christof Fink, dem Inhaber der Gärtnerei, herzlich begrüßt. Gleich zu Beginn zeigten die Kinder Blumen und Pflanzen die sie auf dem Weg am Wegrand entdeckten, aber den Namen nicht wussten. Christof Fink erklärte fachkundig, dass jede Pflanze zwei Namen besitzt – einen deutschen und einen botanischen, lateinischen Namen. Die Kinder staunten darüber, dass Pflanzen, genau wie Menschen, unterschiedliche Bezeichnungen haben können und lachten beim Nachsprechen der lateinischen Worte.
Christof Fink erzählte, dass viele Mitarbeitende täglich ihm zur Hand gehen und man nie wirklich am Abend alles geschafft hat wegzuarbeiten: Seine Helfer richten Blumenzwiebeln her, schneiden Blumen, pflegen die Pflanzen und bereiten sie für den Verkauf vor. Schön war, dass wir Jakobs Oma in einem Gewächshaus vorfanden, die uns erzählte was sie heute für Aufgaben hat. Darüber war Jakob sehr stolz.
Besonders beeindruckend war die Geschichte von Hermann Fuchs. Obwohl er bereits über 90 Jahre alt ist, arbeitet er seit 77 Jahren im Betrieb. Auf die Frage, warum er seinen Beruf so liebt, antwortete er: „Weil aus einem kleinen Samen etwas Großes und Schönes entstehen kann.“ Diese Lebensweisheit beeindruckte die Kinder und uns Erwachsene gleichermaßen.
Anschließend besichtigten wir den Verkaufsraum mit dem großen Angebot an Pflanzen und Schnittblumen. Danach liefen wir durch die verschiedenen Gewächshäuser. Mathis unsere FSJ ler übernahm die Führung, weil er jeden Mittwoch hier Berufserfahrung sammelt. Er zeigte den Kindern die großen Pflanztische, die sich verschieben lassen, dass es Platzsparend ist und man zu allen Pflanzen gut hinkommt. Besonders spannend waren die sogenannten Fluttische. Auf Knopfdruck wird Wasser hineingeleitet, damit die Pflanzen gleichmäßig von unten bewässert werden. Vor den Augen der Kinder flutete Mathis einen Tisch und die Kinder hörten und sahen das Wasser einschießen. So gießt der Gärtner, auf Knopfdruck- was eine sehr beeindruckende, durchdachte Technik ist.
Im „Kindergarten der Pflanzen“ entdeckten wir viele kleine Setzlinge, in kleinen Pflanzkisten. Einige wuchsen sogar unter einer Folie, damit sie schneller und geschützter wachsen können. Die Kinder erkannten dabei viele Parallelen zu ihrem eigenen Kindergartenleben: Auch Pflanzen benötigen Schutz, Zeit, Geduld und liebevolle Pflege, um sich gut entwickeln zu können. Während unseres Rundgangs legten wir viele Wege in den Gewächshäusern zurück. Herr Fink erzählte, dass ein Gärtner an einem Arbeitstag bis zu acht Kilometer läuft. Nun durften die Kinder selbst Gärtner spielen und Sonnenblumenkerne in einen Topf säen und mit nach Hause nehmen- aber es muss gegossen werden, sonst entsteht kein Leben in dem Samen.
Das Highlight für uns alle war, den großen Kühlraum zu besichtigen um zu spüren, wie die Blumen haltbarer werden, bei 4 Grad. Zum Abschluss durfte jedes Kind noch eine Blume kaufen. Sie übten einen höflichen Umgang beim Einkaufen, das abwarten und Entscheidungen zu treffen, was sie gerne für ihr Geld mitnehmen möchten. Danke an die netten Verkäuferinnen der Gärtnerei die sehr geduldig jeden Wunsch der Kinder erfüllten und einpackten, was wir nicht als selbstverständlich zu dem großen Arbeitspensum einer Floristin sehen. Danke für die Geduld auf die Kinder- die Kunden von morgen so freundlich einzugehen.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Christof Fink und sein Team für die herzliche Aufnahme und die Möglichkeit, die Gärtnerei zu besichtigen. Ebenso bedanken wir uns ganz herzlich bei unserem FSJler Mathis Steinmetz, der die Führung mit viel Engagement, Geduld und Fachwissen professionell begleitet hat und im Vorfeld die Kinder mit einem Bildervortrag auf diesen Tag vorbereitet hat. Die Kinder konnten erleben, wie viel Freude ihm die Arbeit mit Pflanzen bereitet und verstehen nun, was er nach seinem Abschied täglich zu tun hat.
Die Kinder und die Erzieherinnen werden Mathis sehr vermissen, freuen sich aber, dass er seinen Berufswunsch verwirklichen kann. Nach seinem FSJ beginnt er seine Ausbildung und wir hoffen alle, dass es ihm gut gefällt und er auf einen Besuch mal vorbeischaut, vielleicht mit neuen Bildern über seine neue Arbeit. Dafür wünschen wir ihm von Herzen viel Freude, Erfolg und alles Gute für die Zukunft und sagen Danke für ein schönes FSJ Jahr.
Das Mondteam des Kiga- Hegelstraße
Bild zur Meldung: Exkursion der Mondkinder zur Gärtnerei Fink



