Faschingstage im Kindergarten Hegelstraße
Liebe Eltern,
am Donnerstag, den 12. Februar und Freitag, den 13. Februar 2026 wurde es bei uns im Kindergarten Hegelstraße besonders bunt und fröhlich: Wir feierten gemeinsam zwei tolle Faschingstage.
Schon im Vorfeld war die Aufregung groß. Mit einer Einladungskarte und einem kleinen Kalender konnten die Kinder zählen, wie viele Tage sie noch schlafen müssen, bis es endlich so weit ist, unser Faschingsfest. Zu Hause wurde gemeinsam überlegt: Als was möchte ich mich verkleiden? Welches Kostüm passt noch?
Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Familien für unsere Kinder ist. Danke an dieser Stelle an alle Eltern, die den Kindern behilflich waren Ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen um einmal ihre geliebte Wunschfigur sein zu dürfen.
Am Donnerstagmorgen, den 12.02 kamen alle Kinder stolz und strahlend in ihren selbst gewählten Kostümen in den Kindergarten. Auch wir Erzieherinnen hatten uns verkleidet. In dieser fröhlichen Atmosphäre nutzten wir viele Gelegenheiten zur Sprachförderung:
Als was bist du heute verkleidet? Wie heißt du heute? Warum hast du dieses Kostüm gewählt? Wo hast Du es gefunden?
Die Kinder waren dabei echte Expertinnen und Experten – denn es ging um ihre eigenen Ideen und Wünsche und um ihre Superhelden und Vorbilder.
Ab 9.00 Uhr starteten wir mit einer fröhlichen Polonaise durch den Flur. Anschließend bekamen wir besonderen Besuch: Der Kasper und die Prinzessin wollten auch Fasching feiern und verreisten dazu nach Afrika. Nun wurde es spannende, denn der Räuber stahl den Koffer der Prinzessin. Zum Glück gab es viele mutige Polizisten, Heldinnen und Helfer im Publikum, und auch ein großer Polizist hörte unseren Notruf. Leons Papa kam zur Hilfe und stellte mit den Kindern eine Falle für den Räuber als er auf dem Weg zum Flughafen war. Gemeinsam wurde der Räuber unter großem Einsatz gefangen – Teamarbeit war hier gefragt. Der König verhängte durch das Telefon eine sehr harte Strafe: Der Räuber muss alle 1000 Schuhe der Prinzessin putzen und sich entschuldigen, dass er die Faschingsparty gestört hatte. Die Kinder erlebten dabei, wie wichtig Zusammenhalt, Mut und gegenseitige Hilfe sind und dass man mit stehlen nicht davonkommt.
Nach dem Vesper reisten wir im Bewegungsraum nach Afrika. Der Flug dauerte 10h und 8.122km Flugkilometer und ging über die Sahara von Hamburg nach Windhoek. Die Kinder beobachteten ein Schattenflugzeug und stellten sich vor mitzufliegen. Frisch gelandet erwartete die Kinder ein liebevoll gestaltetes Schattentheater mit der Fabel „Der Löwe und die Maus“. Dazu reisten wir mit dem Kasper und der Prinzessin nach Afrika in die Küstenstadt Swakopmund in Namibia weiter, wo nach rheinischem Vorbild, nach Recherchen im Internet, tatsächlich Fasching gefeiert wird, allerdings im Juni. Eingepackt mit viel Fachwissen, über das Leben in Afrika, erfuhren die Kinder kindgerecht Informationen über das Leben in Afrika und lernten einige Tiere kennen. aber auch die sozialen Ziele kamen in der Fabel zu Tage: Die Geschichte vermittelte auf kindgerechte Weise eine wichtige Botschaft:
Auch kleine und scheinbar schwache Wesen können Großes bewirken. Die Maus half dem starken Löwen – und knabberte ein Loch in das Netz und der starke Löwe nahm die Hilfe dankbar an. So konnten sich die Kinder mit der Maus identifizieren und staunten über den Mut und die Schlauheit der Maus.
So konnten die Kinder erfahren, dass jeder wichtig ist, unabhängig von Größe oder Stärke und dies anhand von Schattenfiguren und einer afrikanischen Landschaft mit afrikanischen Klängen.
Den Kindern soziale Werte zu vermitteln ist ein großes Ziel unsere Arbeit und es macht uns große Freude, die Kinder dabei zu begleiten mit sensiblen, kindgerechten Geschichten, auch mal verpackt mit Tieren als Hauptfiguren.
Im Anschluss durfte auch das leibliche Wohl nicht fehlen: Ein selbstgemachter Schokoladenpudding mit frischem Obst, finanziert aus der Elternkasse, rundete den Tag genussvoll ab.
Am nächsten Tag bekamen die Kinder noch eine Zugabe: Sie konnten erneut in ihre Wunschrolle schlüpfen oder eine Neue ausprobieren und gemeinsam mit ihren Freunden weiter Fasching feiern. Hier standen nun die Kinder mit ihren Kostümen selbst im Vordergrund und durften ihr Kostüm im Morgenkreis zur passenden Musik präsentieren. Die Kinder standen dabei stolz im Mittelpunkt und sammelten wichtige Erfahrungen im Auftreten vor einer Gruppe, ein zentrales Ziel aus dem Orientierungsplan.
Wir freuen uns sehr, den Kindern an zwei Tagen die Gelegenheit gegeben haben jemand anderes zu sein um in ihrer Fantasie sich mit dieser Rolle zu identifizieren und sich wohl zu fühlen. Schön, dass wir die Kinder bei diesen wertvollen Erfahrungen begleiten zu dürfen und ihnen spielerisch auch das Land Afrika nähergebracht zu haben.
Herzliche Grüße
alle Erzieherinnen des Kindergartens Hegelstraße
Bild zur Meldung: Faschingstage im Kindergarten Hegelstraße