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Historischer Stadtrundgang:

Stadtmauer und Mühltörle

Wie man schon in der Bachstrasse und in der Feuergasse an einigen Gebäuden gesehen hat, lässt sich die Stadtmauer noch in grossen Teilen feststellen. Das Mühltörle ist das einzige erhaltene Tor. Das grössere Tor weiter westlich war eine Notlösung nach dem Bombenangriff von 1940.



1279 findet man in den Quellen zum ersten Mal »muros civitatis bothebur« , also die Mauern der Stadt Grossbottwar. Die Stadt war eine Gründung der Lichtenberger. Sie zeigte mit ihren Mauern und Türmen, dass es sich um eine Stadt handelte, womit sie in der Rechtsprechung freier als die offenen Landgemeinden war. Es durften Märkte abgehalten werden, man verwaltete Jagd und Wald und sprach vor allem auch selbst Recht. Dies alles wurde durch die Umfassungsmauern und die zusätzlichen Rechte ermöglicht. Umherziehende kriegerische Gruppen konnten nicht ohne weiteres in die Stadt, bei grösseren Truppenkontingenten begann man sofort mit den Verhandlungen um den "Brandpfennig" festzulegen. Hiermit schloss man eine Belagerung der Stadt aus, die eventuell erfolgreich und mit grossem Schaden verbunden gewesen wäre.

Die Mauer besaß zur Flankierung und als Tordurchlass Haupttortürme, das Obere Tor auf der Höhe des Gebäudes Hauptstrasse 51 und den unteren Torturm an der Ecke Hauptstrasse/Im Zwinger, des weiteren den Türlinstorturm in der Kirchstrasse und einen kleineren Turm an dem westlichen Eckpunkt der Stadtbefestigung, den Karzerturm. Drei kleine Fliehtore bei der Burgermühle, im Ronst beim Feuerlöschteich und auf dem Werfel ermöglichten der Bevölkerung, bei Brand die Stadt schnell zu verlassen. Auf der Mauerkrone befand sich ein Wehrgang, der die gedeckte Verteidigung ermöglichte. Ein mit Wasser gefüllter Graben und wahrscheinlich ein trockener Graben im Nordosten mit dichtem Buschwerk (Haaggasse) vervollständigten die passive Verteidigung.



Die Stadt war in vier Viertel geteilt, wobei jedes Viertel einen Viertelmeister besaß, der bei der Brandbekämpfung und Verteidigung sowie Instandhaltung der Mauer die Aufsicht und den Oberbefehl führte. Ab 1830 wurden die Türme und ein größerer Teil der Mauer abgetragen, wobei die Steine in anderen Gebäuden eine neue Verwendung fanden.

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